Weihnachten in schwierigen Zeiten

Weihnachten in schwierigen Zeiten

Das Jahr geht zu Ende. Wir und unsere Gäste, die aus den verschiedensten Gründen unsere Hilfe, Unterstützung und manchmal auch nur ein bisschen Herzenswärme benötigen, schauen mit Sorgen auf das neue Jahr.
Soziale Einrichtungen sind von Einsparungen betroffen, der Ton ist rauer geworden und wie schon so oft in Zeiten, in denen das Geld knapp ist, werden Schuldige gesucht und benannt, die angeblich an der ganzen Misere schuld sind.
Auch die Menschen, die nicht in der Lage sind, sich selbst zu helfen und auf unsere Unterstützung und/oder staatliche Leistungen angewiesen sind, werden vermehrt an den Pranger gestellt.
Einsparungen und damit einhergehend personelle Engpässe führen u.a. dazu, dass immer weniger Einrichtungen Obdachlosen eine postalische Erreichbarkeit ermöglichen können. Die postalische Erreichbarkeit ist aber Voraussetzung für den Erhalt von Leistungen oder das Eröffnen eines Bankkontos. Auch die zunehmende Digitalisierung bezüglich behördlicher Serviceangebote und Antragsstellungen, stellt für Menschen, die auf der Straße leben, eine unüberwindbare Hürde dar.
Dies sind nur einige Beispiele für Probleme, mit denen die vielen Menschen, die die Angebote unserer Tagesstätte nutzten, zu kämpfen haben. Und natürlich ist neben der Beratung auch die Versorgung mit Essen, Trinken und die Möglichkeit zu duschen und Kleidung zu erhalten ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.

Die Weihnachtszeit stellt für unsere Gäste eine Herausforderung dar. Während ein großer Teil der Gesellschaft es sich zu Hause gemütlich macht und die Zeit mit den Menschen verbringt, die ihnen wichtig sind, wird unseren Schützlingen umso bewusster, dass sie auf sich gestellt sind, dass sie kein gemütliches Zuhause haben und das neue Jahr vor allem neue Herausforderungen und wenig Schönes bereithält. So war es uns auch dieses Jahr eine Herzensangelegenheit, unsere Gäste auf der Weihnachtsfeier mit gutem Essen zu verwöhnen, eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen und mit dem geliebten Bingo Spiel, mit leckeren und für das Leben auf der Straße nützlichen Gewinnen, Freude zu machen. An diesem Tag ist besonders spürbar, dass Viele unsere Tagesstätte als Zuhause betrachten, die Mitarbeitenden der Tagestätte eine Konstante sind, die sie bisher in ihrem Leben vermisst haben, und sie darauf vertrauen, dass wir auch im nächsten Jahr an ihrer Seite sind und sie nicht alleine lassen. 

So gehen wir mit der Hoffnung in das neue Jahr, dass die Zuwendungsmittel und Spenden auch im neuen Jahr ausreichen, um das unverzichtbare Angebot unserer Tagesstätte für Obdachlose angemessen aufrecht erhalten zu können.

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